Grußwort der Pfarrerin zur 800. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung unseres Ortes Wintzingerode

Unser besonderes Jubiläum sollten wir als Station auf unserer eigenen Lebensreise verstehen. Betrachten wir es als eine Wegmarke, vor der wir stehen bleiben, um für einige Momente innezuhalten. Mit unserem Blick zurück verstehen wir wieder neu, woher wir kommen und mit unserem Blick nach vorn versuchen wir, den weiteren Verlauf des Weges unserer Gemeinde zu erkunden.

 

Die christliche Gemeinde ist ein wichtiges Bindeglied im Dorf Wintzingerode. Sonntäglich läuten die Glocken der kleinen Kirche „St. Katharina“ zum Gottesdienst. Seit 1998 trägt sie diesen Namen in Anlehnung an den Bach trägt.

 

Das kirchliche Leben ist recht rege. Im Gemeindehaus finden sich wöchentlich verschiedene Gruppen und Kreise zusammen, wie der Kirchenchor, die Konfirmandengruppe, die Kinderstunde, der Seniorenkreis, der Handarbeitskreis, die Sportgruppe u.a. Das Haus bietet auch Versammlungsräume für besondere Höhepunkte wie das Sommerfest, die Adventsfeier, Fasching, Familienfeiern u.a. So bin ich dankbar für das gute Miteinander in unserem Ort. Es wäre nicht denkbar ohne das Engagement der „Guten Geister“ der Gemeinde, insbesondere der 5 Kirchenältesten, aber auch derer, die die Gemeinde durch ihre Aufmerksamkeit seit vielen Jahren unterstützen. Das soll so bleiben und ich danke auch der politischen Gemeinde, dass sie uns jedes Jahr einen ihnen zur Verfügung stehenden Betrag zur Erhaltung des Gebäudes zukommen lässt.

 

Seit 1995 hat Wintzingerode keine eigene Pfarrstelle mehr. Das Pfarrhaus konnte verkauft werden und für den Erlös wurde das Gemeindehaus renoviert. Die evangelische Gemeinde gehört seit 1998 zum Kirchspiel Worbis mit den Dörfern Kirch- und Kaltohmfeld mit dem Pfarrsitz in Worbis.

Gute Verbindung halten wir zur Burg Bodenstein, dem Stammsitz des Adelsgeschlechtes von Wintzingerode.

 

Die Grabplatte an der Südseite der Kirche stellt Bertram Ludolf von Wintzingerode aus dem Jahre 1591 dar, dem Nachfolger des Bertold von Wintzingerode, der für den evangelischen Glauben im Zuge der Gegenreformation im Jahre 1575 in Mainz auf Befehl des Erzbischofs sein Leben lassen musste.

 

Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen können wir uns nun schon lange nicht mehr vorstellen. Wir pflegen ein gutes Miteinander.

 

Ich wünsche uns ein reges Gemeindeleben, weiterhin eine gute Zusammenarbeit und dass wir den christlichen Glauben als Wert und Hilfe im Leben immer wieder neu entdecken.

 

So bin ich gewiss, dass die Jubiläumsfeierlichkeiten ein besonderer Erfolg werden.

 

Ich grüße Sie sehr herzlich!

 

 

 

                                                Pfarrerin Cornelia Feja

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