Das heutige Schloß Bischofstein wurde 1774 aus den Steinen der Ruine der alten Burg Bischofstein und der Stadt zum Stein errichtet. Die alte Anlage lag ca. 600 Meter nordöstlich und erscheint erst im Spätmittelalter; es könnte aber auch schon vorher Befestigungen an dieser Stelle gegeben haben. 1234 wird in einer Urkunde ein Tuto de Lapide (v. Stein) erwähnt. Die Burg scheint im gleichzeitigen Besitz mehrerer Höfe gewesen zu sein, so erscheinen neben den Landgrafen von Thüringen die Erzbischöfe von Mainz, welche 1255 ihren Anteil an den Edelfreien Gottschalk von Plesse übertragen. 1282 verkauften dessen Erben die Burg an die Braunschweiger, diese veräußerten sie weiter, vermutlich an die Herren von Hardenberg. 1409 ist die Ministerialenburg, die ab 1381 Bischofstein genannt wird, wieder in Mainzer Besitz. Der Bischofstein wird Mittelpunkt eines Amtsbezirkes mit 16 Dörfern. Im Dreißgjährigen Krieg wird die Burg schwer beschädigt und das bereits erwähnte Barockschloß errichtet. Baumeister war Johann Christoph Heinemann aus Dingelstädt.


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