Bauliche Besonderheiten der Burg Bodenstein
 

Über das Aussehn der Burg in früheren Jahrhunderten wissen wir heute fast nichts mehr. Die Verläßlichkeit alter Karten bzw. Darstellungen ist oft nicht gegeben. Die älteste bekannte Darstellung ist auf einer Karte vom Maler Ludwig aus Nordhausen festgehalten. Daniel Brendel hatte sie aus Anlaß von Grenzstreitigkeiten 1567 anfertigen lassen. Die Karte ist heute im Magdeburger Staatsarchiv. Einiges an der Darstellung kann nicht der damaligen Realität entsprechen haben, wissen wir doch, daß der heutige Zugang zur Burg erst viel später nach dem Bauernkrieg entstanden ist und es noch einen Flügel der Burg weiter vorn Richtung der Felskante gegeben haben muß, der im 30-jährigen Krieg zerstört wurde. Vor allem muß man sich alles heute vorhandene Fachwerk wegdenken. So gesehn kann die Zeichnung von damals nur als Anhaltspunkt dienen, um sich Burg Bodenstein als mittelalterliche Burg vorzustellen. Der Eingang kann eine nur für Reiter und Fußgänger zu passierende, steile Rampe an der Nordseite der Burg gewesen sein, da wo heute die Kapelle ist.
Die nächste Dastellung der Burg stammt erst aus der Zeit von 1734/38 und ist auf der Tafel XVII des Lagerbuches von Johannes Jakob Müller gegeben. Auch wenn diese Darstellung einige kleine Fehler aufweist, so scheint sie doch ein recht gutes Bild der Burganlage zu dieser Zeit abzugeben. Im 17. und18. Jh. wurden an der Burg und vor allem am Garten viele Umbauten vorgenommen. (Zeichnungen nachzusehn in "Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Worbis" von Walter Rassow, Cordier Verlag, Heiligenstadt 1994)


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