Bist du gewandert durch die Welt, auf jedem Weg und Pfade,
schlugst auf in Nord und Süd dein Zelt, an Alp und Meergestade.
Hast du meine Eichsfeld nicht gesehn mit seinen burggekrönten Höhn
und kreuzfidelen Sassen, dein Rühmen magst du lassen!

Dort wo die junge Leine fließt, die Unstrut wallt zu Tale,
der Hülfensberg die Werra grüßt, der Ohmberg seine Hahle,
die Wipper flutet durch die Au, landauf, landab welch feine Schau
auf Tal und Hügelketten und schmucke Siedelstätten!

Beut auch die Scholle ihren Sold oft karg der Müh dem Schweiße,
nur frischer durch die Adern rollt das Blut bei frohem Fleiße.
hinaus mit Reff und Arbeitsdrang!
Es zollt auch fremde Erde das Gut dem heimschen Herde!


Dem Herd, an dem in frommer Zucht die treue Gattin waltet
Und Kindern, gleich des
Ölbaums Frucht, die Händchen betend faltet;
Dem Haus, wo noch der Herrgott gilt, und nicht nur, was den Magen stillt,
Wo felsenfester Glaube die Blicke hebt vom Staube.


Eichsfelder mit Frohwanderblut und liederreicher Kehle,
heim, heim steht all dein Herz und Mut, dein Sinn und deine Seele,
heim wo das Kreuz vom Hügel ragt und dir von Gottes Liebe sagt:
Schlägt deine letzte Stunde, es sei auf Eichsfelds Grunde!

Dr. Herrmann Iseke

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