Wintzingerode ist wahrscheinlich eine Tochtersiedlung der Wüstung Witzungen, die westlich von Wintzingerode, zwischen den beiden Mühlen, der"Buch"- und der Teichmühle, an der Hahle liegt. Diese Siedlung wird bereits 1062 erstmalig urkundlich erwähnt. Nachdem der Ort bereits 1100 wüst gewesen ist, haben seine Bewohner wahrscheinlich das Dorf Wintzingerode gegründet, d.h. Rodung der Söhne des Winzo. 1299 wird der Ort als Sitz eines Bartholds von Wintzingerode erwähnt.

1107 erste Erwähnung eines "Witzungen"

1204 urkundliche Erwähnung als Werovendingeroth

Wint (Weinrich) zin (seine) rode (Rodung)

1209 wird ein Bertholdus de Wintzingerotd erwähnt

1389 wird die Kirche als Wehrkapelle erstmalig erwähnt. In der Zwischenzeit bis 1550 war der Ort teilweise Wüstung.

Seit 1549 ist Wintzingerode Sitz des Bodensteiner Gerichts, 1560 wird der erste evangelische Pfarrer durch Barthold v. W. eingeführt.

 

win wuestung

Ausschnitt aus der Wüstungskarte, entnommen dem größten Nachschlagewerk der Eichsfeldgeschichte: Die Wüstungen des Eichsfeldes, von Levin Freiherr von Wintzingerode-Knorr, Reprint der Ausgabe Halle 1903: Verlag Mecke Druck, Duderstadt 1995.

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