Martinfeld, im Tal der Rosoppe westlich des Gleichensteins, wird 1071 in einer Urkunde Heinrich IV. als Mertinveld erstmalig urkundlich erwähnt. Als Besitz gelangt es vom Kloster Hersfeld an die Landgrafen von Hessen, die es 1486 als Lehen an die Brüder Gerwigshausen geben. 1518 gelangten die Herren von Bodungen in den Besitz Martinfelds und erweiterten den feudalen Hof zum Renaissance-Herrensitz. Der Dreißigjährige Krieg zog wie das Dorf auch das Schloß in Mitleidenschaft. Vom allgemeinen Aufschwung in Eichsfeld im Zuge der Enticklung der Wollweberei profitierte auch Martinfeld, wovon die 1723 erbaute St.-Ursula-Kirche und einige schöne Fachwerkhäuser zeugen. Das Schloß wurde 1945 enteignet und dient seit dieser Zeit als Jugengdherberge.

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